DichtKunst
2020 // Kunstmappe mit kalligraphischen Zeichnungen zu bekannten Gedichten berühmter Dichter
2020 // Kunstmappe mit kalligraphischen Zeichnungen zu bekannten Gedichten berühmter Dichter
Der Panther Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt
Wie die Schwalbe … Wie die Schwalbe mit silberner Schwinge Über die schläfernden Wasser blitzt Und in ihr Blinken zitternde Ringe Mit dem dürstenden Schnabel ritzt, Fließende Spuren, die nicht verwunden, Leise nur rühren, leise erschüttern – Ach, so neigen und nahen sich In meine einsam dunkelnden Stunden Stille Gedanken, du Ferne, an dich. Zart
Schwarze Katze Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle, dran dein Blick mit einem Klange stößt. Aber da, an diesem schwarzen Felle wird dein stärkstes Schauen aufgelöst: wie ein Tobender, wenn er in vollster Raserei ins Schwarze stampft, jählings am benehmenden Gepolster einer Zelle aufhört und verdampft. Alle Blicke, die sie jemals trafen, scheint sie
Totentanz Der Türmer, der schaut zumitten der Nacht Hinab auf die Gräber in Lage; Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht; Der Kirchhof, er liegt wie am Tage. Da regt sich ein Grab und ein anderes dann: Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann, In weissen und schleppenden Hemden. Das reckt nun, es
An den Mond O wandle durch die stille Nacht, Du Liebessonne, Mond! Doch weile einen Augenblick Da, wo mein Liebchen wohnt. Und wirf ihr einen blanken Gruß Von mir ins Kämmerlein, Dass sie auf Morgen nicht vergisst Das süße Stelldichein! Und morgen Nacht, mein guter Freund, Da spar dein golden Licht, Da ruh in deinem
Nun weiß ich … Mich hat ein süßer Traum bewegt, Durch Wochen, Nacht für Nacht. Ich hatte seines Glücks nicht acht; Doch wie mir heut der Morgen sacht Den Schlummer von den Lidern trägt, Hab‘ ich an Dich gedacht. Nun weiß ich, wer das frohe Licht In meine Nächte spinnt. Denn ihr verklärtes Traumgesicht Ist
Mondnacht Es war, als hätt’ der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt‘. Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis’ die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge
Das fremde Lächeln Mich hält ein leises Lächeln gebannt. Es hing Ganz licht und lose am Lippenrand Einer schönen Frau, die vorüberging. Die fremde Frau war schön und schlank, Und fühlte ich gleich, es zielte ihr Gang In mein Leben. Und dies Lächeln, das ich in Glut und Scham Von ihren zartblassen Lippen nahm, Hat
Das fremde Lächeln Read More »
Der dunkle Falter Noch glüht, umwölkt von kühlen Abendrosen, Vor mir die Heimat. Doch mein Herz erbebt Vom Sehnsuchtslied der ewig Heimatlosen Und fühlt den Schmerz, den es doch nie erlebt. Wie eine milde, traurig–süße Mahnung Umfängt mich dieses fremde Bruderleid. Früh flügelt schon der dunkle Falter Ahnung Über die Gärten meiner Jugendzeit. So deutungsvoll