Paul Raas

In tiefer Nacht

In tiefer Nacht So mitternächtig alle Gassen, Die silberblank der Mond durchzieht So blaß und stumm die Häusermassen … Hinauf zu schlummernden Gelassen Klingt sonnetrunken noch mein Lied. Die Straßen sind so traumesselig Und sprechen leis mein Lied zurück. Und lauter, voller wirds allmählich Und bald erdröhnt es hell und fröhlich Das Lied von meiner …

In tiefer Nacht Read More »

Stille Insel (Bretagne)

Stille Insel (Bretagne) Glocken über die Fluren Hör ich vom Lande wehn Und kann schon die Konturen Der runden Türme nicht mehr sehn. Die Nacht, das Meer, zwei blaue Bänder Durchstickt mit Sternengold, Haben die Ränder Der Insel in ihre Falten gerollt. Alles wird Ferne und Sinkendes Schweigen. Wortlos neigen Die Winde sich nahe an …

Stille Insel (Bretagne) Read More »

Junge Glut

Junge Glut Tiefe Nacht. – Aus sinneheißem Traum bin ich erwacht. Ich träumte von schimmernder Glieder Pracht Von Frauen, die mit liebesfrohen und verständnisstillen Verschwiegnen Blicken Wunsch und Sucht erfüllen, Ich träumte von glühenden brennenden Küssen Von trunkener Geigen laut jubelndem Klang, Von wilden, berauschenden Glutgenüssen Von Mädchen, die ich als Sieger bezwang … Und …

Junge Glut Read More »

Brügge – II

Brügge – II. Hier sind die Häuser wie alte Paläste, Der Abend hüllt sie in traurigen Flor, Die Straßen sind leer wie nach einem Feste, Wenn sich der Schwarm frohlärmender Gäste Schon fern in die schweigende Nacht verlor. Die prunkenden Tore mit rostigen Klinken Sind längst nicht mehr zum Empfang bereit, Verstaubt und verwittert die …

Brügge – II Read More »

Nächte am Comersee

Nächte am Comersee Von diesen Nächten, den sternelichtklaren – Herz mit deinem ruhlosen Schritt! – Was nimmst du von diesen wunderbaren Nächten auf deine Wege mit? Was du empfandest, wenn rings in der Schale Des Teiches das Silber überschwoll Und tief bis in die ruhenden Tale Ein Strom von zitternden Sternen quoll? Kann das verschatten, …

Nächte am Comersee Read More »

Im Abendpurpur

Im Abendpurpur Dank Dir, Abend, Dank für Dein Geleiten! Kronreif webst Du meinen Locken hin Purpurwogen mein Gewand umgleiten … Und nun kann ich wie ein König schreiten Hin zu Dir, Du meine Königin. Was ich blicke ist mein Gut und Eigen, Breiter Bäche helles Glitzergold, Edelsteine, die sich von den Zweigen Demantfunkelnd in die …

Im Abendpurpur Read More »

Im Feld

Im Feld Fern Berge, die sich tief ins Blau verlieren Und fern des Lebens unruhvoller Klang. – Hier ist kein Atemzug der Welt zu spüren Nur Fliederdüfte wehn das Feld entlang. Nur du und ich ziehn träumend durch die Raden In die der Wind die Finger harfend legt, So weltverloren, fern von Ziel und Pfaden …

Im Feld Read More »

Brügge – IV

Brügge – IV Lind weht der Abendfriede in die stille Stadt, Der Sonne goldnes Blut verströmt in den Kanälen, Und eine Sehnsucht, die nicht Weg und Worte hat, Beginnt nun von den grauen Türmen zu erzählen. Die alten Glocken singen dumpf und wunderbar Von Tagen, da ihr Jubelruf das Land umspannte, Des Lebens Glanz tief …

Brügge – IV Read More »

Die Lieder des Abends

Die Lieder des Abends Die Dinge, die die Abende erzählen, Die sind so seltsam süß und wunderbar, Weil sich in ihnen Wunsch und Wort vermählen Und küssen, wie ein Schwesterlippenpaar. In ihnen schläft der Schmelz der Violinen Und träumt ein Trost, der nicht dem Tag entstammt, Und sorglos nimmst du Süßigkeit von ihnen Gleich einer …

Die Lieder des Abends Read More »

Scroll to Top
X