DichtKunst

Schneewinter

Schneewinter Nun, da die Dächer schneeumkleidet liegen, Der Wintersturm durch leere Heiden irrt, Daß sich die nackten Bäume seufzend biegen, Da sehn‘ ich mich an eine Brust zu schmiegen An der mein wildes Trauern stiller wird. Nach Fingern, die nur meine Stirne streifen Und aller Gram und Unlust flattert fort, Nach Blicken, die mir an

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Erfüllung

Erfüllung Uns will der lange Sommertag nicht enden, Wir schreiten immer tiefer in den Park hinein, Und frohen Herzens, mit verschlungnen Händen Begrüßen wir den Tagestod und senden Die haßerfüllten Blicke in den Abendschein. Wir hassen seine grellen Sonnenstrahlen, Wir lieben nur die liebesdunkle Nacht, Da rauscht der Springbrunn in den Porphyrschalen Und raunt ein

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Stille Insel (Bretagne)

Stille Insel (Bretagne) Glocken über die Fluren Hör ich vom Lande wehn Und kann schon die Konturen Der runden Türme nicht mehr sehn. Die Nacht, das Meer, zwei blaue Bänder Durchstickt mit Sternengold, Haben die Ränder Der Insel in ihre Falten gerollt. Alles wird Ferne und Sinkendes Schweigen. Wortlos neigen Die Winde sich nahe an

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Der Panther

Der Panther Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt

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Wie die Schwalbe

Wie die Schwalbe … Wie die Schwalbe mit silberner Schwinge Über die schläfernden Wasser blitzt Und in ihr Blinken zitternde Ringe Mit dem dürstenden Schnabel ritzt, Fließende Spuren, die nicht verwunden, Leise nur rühren, leise erschüttern – Ach, so neigen und nahen sich In meine einsam dunkelnden Stunden Stille Gedanken, du Ferne, an dich. Zart

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Schwarze Katze

Schwarze Katze Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle, dran dein Blick mit einem Klange stößt. Aber da, an diesem schwarzen Felle wird dein stärkstes Schauen aufgelöst: wie ein Tobender, wenn er in vollster Raserei ins Schwarze stampft, jählings am benehmenden Gepolster einer Zelle aufhört und verdampft. Alle Blicke, die sie jemals trafen, scheint sie

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Totentanz

Totentanz Der Türmer, der schaut zumitten der Nacht Hinab auf die Gräber in Lage; Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht; Der Kirchhof, er liegt wie am Tage. Da regt sich ein Grab und ein anderes dann: Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann, In weissen und schleppenden Hemden. Das reckt nun, es

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An den Mond

An den Mond O wandle durch die stille Nacht, Du Liebessonne, Mond! Doch weile einen Augenblick Da, wo mein Liebchen wohnt. Und wirf ihr einen blanken Gruß Von mir ins Kämmerlein, Dass sie auf Morgen nicht vergisst Das süße Stelldichein! Und morgen Nacht, mein guter Freund, Da spar dein golden Licht, Da ruh in deinem

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Nun weiß ich …

Nun weiß ich … Mich hat ein süßer Traum bewegt, Durch Wochen, Nacht für Nacht. Ich hatte seines Glücks nicht acht; Doch wie mir heut der Morgen sacht Den Schlummer von den Lidern trägt, Hab‘ ich an Dich gedacht. Nun weiß ich, wer das frohe Licht In meine Nächte spinnt. Denn ihr verklärtes Traumgesicht Ist

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