Biographie

Kurzbiographie Paul Raas

1973
in Salzburg geboren

1993 bis 1998
Erlernen der künstlerischen Drucktechniken Kupferdruck, Hochdruck und Siebdruck in der grafischen Werkstatt der Berchtoldvilla Salzburg, danach Leitung Siebdruck; Assistenz und Arbeit in mehreren Salzburger Ateliers und Werkstätten; Gründung Fotoatelier in Nonntal

1993-2013
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter: „ISO 135“, Galerie Neugebauer Salzburg; „His-Stories-One“ Aktion Film Salzburg; „Echolot“ Berufsvereinigung Bildender Künstler Salzburg; „minus 35 grad“ BV Salzburg; „Phototropismus“ Tanzzentrum SEAD Salzburg; Kunstmesse art-innsbruck; Klangpunkte Salzburg; Kunstmesse art-zürich, Garagengalerie Stadtgalerien Salzburg; „Berliner Liste“ Berlin; A bis Z – ALPHABET und ZEICHEN in der Kunst Berchtoldvilla Salzburg; „QR-Code-Couch“ Projekt design sitzt.; haro-Gallery Architekten Salzburg; Rathausgalerie der Stadt Salzburg; contemporary art ruhr, Red Dot Design Museum Essen; „Das Paar“ LAAA Los Angeles Art Association Gallery 825, LA; ArtPort Galerie Salzburg, Stadtgalerie Lehen Salzburg, Museumspavillon Salzburg; Start der Viral-Art Kunst „Mindesthaltbarkeitsdatumkalender“ www.ablaufdatumkalender.com – der Kalender wurde 2012 vom Dumont Kalenderverlag verlegt; verschiedene Arbeitsstipendien und Kunstpreise; Förderatelier des Kulturamtes Stadt Salzburg

Aktuell 2014/2015/2016/2017

» 2014 Ausstellung Projektraum Wasserthal Graz
» 2014 Ausstellung und Fotobandpräsentation „Kunsträume Salzburg“ 3D-Fotoserie mit Salzburger Künstlerinnen und Künstlern, Ateliers und Kunsträumen (Edition Tandem), Stadtgalerie Lehen Salzburg
» 2014 Bild- und Rauminstallation bei „Ankunft All Ways In 2014“, Museumspavillon Galerie der Stadt Salzburg
» 2014 Buchpremiere „Hokusais Pinsel“, 51 Gedichte zu 51 Dichtern von Christoph Janacs mit Bildern und Grafiken von Paul Raas, Stadtbibliothek Salzburg
» 2014 Lange Nacht der Museen im Projektraum Wasserthal Graz
» 2014 Galerie im Traklhaus Wandbild „Trakls Herzschlag“, Trakl-Wettbewerb Juroren: C. L. Attersee, Dr. J. Jung, Dr. J. Schwanberg
» 2014 Plasma und Planeten: Workshop für Studierende an der Internationale Akademie Traunkirchen, mit Prof. Wolfgang Baumjohann, Institut für Weltraumforschung, ÖAW (www.akademietraunkirchen.com)
» 2014  „Glaube Liebe Hoffnung“, Galerie Artmondial, Wien
» 2015 „Natur im Raum“, Robotische Kunst, Berchtoldvilla, Salzburg
» 2015 „Nichts“, Ontologische Zyklen zum Sein, zum Nichts, zu Existenz und Wirklichkeit, Festung Hohensalzburg
» 2015 „Bergputzen“, Eine Kooperation mit der „Grafischen Werkstatt“ im Rahmen von  Stadt:Dialog UNSER GRÜN, Galerie „Mozartplatz 5“, Salzburg
» 2015 Einweihung Stahlobjekt „Trakls Herzschlag“ (Installation für 3 Jahre), Galerie im Traklhaus Salzburg
» 2016 Ausstellung „Kunstraum :: Atelier“, Berchtoldvilla Salzburg
» 2016 Ausstellung „Strukturen der Wirklichkeit“ Galerie der Privatklinik Wehrle-Diakonissen, Salzburg
»  2016 ExTempore für Bildkunst in Bischofswiesen (2. Hauptpreis)
» 2016 Ausstellung „Die Farbe der Zeit“ Galerie Romanischer Keller Hypo, Salzburg
» 2016 Galerietage Galerie Voigt Temporary Nürnberg 2016
» 2016 Galerie Magnus P. Gerdsen Hamburg 2016
» 2017 Galerie Weihergut Salzburg 2017

Paul Raas ist regelmäßig auf Internationalen Kunstmessen vertreten, beispielsweise:

Art-Innsbruck 2004 / Berliner Liste 2011 / Contemporary Art Ruhr 2012 / Art Bodensee 2015 / Affordable Art Fair Hamburg 2016 / Leopold Museum Wien Art Vienna  2017

Arbeiten in Besitz von:

Landesregierung Salzburg, Stadt Salzburg Kulturamt, Museum der Moderne Rupertinum, Sparkasse Berchtesgadener Land, Diakonie Salzburg, privaten und öffentlichen Sammlungen.

< Artikel im Kunstmagazin Vernissage (PDF) >

Zitate:

„Paul Raas, der die Druckgrafik in seinen aufregenden Arbeiten neu definiert und auch kombiniert. So etwas ausgetüfteltes und zugleich ästhetisch Überzeugendes hat man auf diesem Gebiet schon lange nicht mehr gesehen. Paul Raas ist der zeitgemäße Existenzdeuter.“
Dr. Anton Gugg
LEITER STADTGALERIEN SALZBURG em.

„Raum und Zeit durchziehen als beständiges Thema das Werk von Paul Raas. In abstrakt gemalte Bildebenen setzt er mit raffinierten Hochdruck-Techniken Baum-, Berg- und Landschaftsmotive. Sie entstammen seiner geografischen Umgebung wie zum Beispiel Hellbrunn, schwenken aber auch ins All, zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. In den letzten Jahren dominierte die Farbe Weiß, sie steht für die Zeit, kombiniert mit Schwarz und Blau, in seinen Arbeiten. Die neuen Werke von Paul Raas spiegeln seinen Entschluss nun bunte Farben in den Bildraum zu bringen; die Zeit für Farbe scheint gekommen.“
Dr. Hiltrud Oman
Kunsthistorikerin und Kuratorin

„Paul Raas ist ein Grafiker, der erstaunliche Perspektiven aufreißt und sich dabei weder technisch noch inhaltlich übermäßig verausgaben muss. Gewissermaßen mit spielerischem Ernst und ohne grandiose Attitüde erobert er das Weltall – ein Magier, der sich auf eine grundsolide Handwerklichkeit verlassen kann. Was spekulativ und vermessen scheint, leuchtet bei ihm unmittelbar ein und bedarf keiner mühsamen assoziativen Umwege.“
Dr. Nikolaus Schaffer
SALZBURG MUSEUM em.

„Ihm geht es in seinen transmedial angelegten künstlerischen Projekten immer um das Sehen an sich, um den Prozess des Erkennens und Lesens von Bildern.“
Dr. Margit Zuckriegl
RUPERTINUM SALZBURG em.

Annäherungen ans Unermessliche
von Dr. Nikolaus Schaffer  (SALZBURG MUSEUM em.)

Paul Raas ist ein Grafiker, der erstaunliche Perspektiven aufreißt und sich dabei weder technisch noch inhaltlich übermäßig verausgaben muss. Gewissermaßen mit spielerischem Ernst und ohne grandiose Attitüde erobert er das Weltall – ein Magier, der sich auf eine grundsolide Handwerklichkeit verlassen kann. Was spekulativ und vermessen scheint, leuchtet bei ihm unmittelbar ein und bedarf keiner mühsamen assoziativen Umwege.
Raas experimentiert mit den optischen Grundlagen und ihrer technischen Umsetzung und erkundet im Zuge dessen – im Analogieverfahren – universelle Dimensionen. Ohne großen metaphorischen Aufwand entstehen Schöpfungsbilder und Weltraumphantasien. Der Hang zum Informellen, Abstrakten einerseits und zum Seriellen, Gerasterten andererseits gibt einen Spannungsbogen vor, den Raas virtuos im Griff hat. Durch Überblendungen von malerischen und grafischen Bildebenen erzielt er überraschende Tiefenwirkungen kosmischen Ausmaßes. Die gespachtelte Grundierung, die schon durch ihren milchigen Farbklang an galaktische Dimensionen gemahnt, wird überblendet mit konkreten Berg- und Baummotiven in Hochdrucktechnik sowie von mehr oder weniger mutwillig eingeritzten Linien und Strichbündeln durchzogen, die gewissermaßen ins Unendliche vorstoßen. Neuerdings erprobt Raas diese Kombinationen, um spärliche Farbwerte bereichert,  in Scheibenform. Das von Künstlern im allgemeinen eher gemiedene Rundformat erweist sich für den explorativen Salzburger als Glücksfall- seine „Planeten“ scheinen sogar im Hängen zu kreisen.
Der vielseitig belesene Raas kommentiert seine Arbeiten mit mathematischen, physikalischen, philosophischen, ja sogar theologischen Auslassungen, ohne doch je als ein verkopfter Künstler zu erscheinen. Die Arbeiten wirken mitnichten überfrachtet, sondern bestechen durch ihre ökonomische Transparenz und Klarheit.
Den letzten Rest von esoterischem Beigeschmack nimmt er seinen „kosmischen Scheiben“ durch  rigorose Schnitte, welche die vom Betrachter allzu bereitwillig zur  Kugelgestalt ergänzte Kreisform in duale Kontrastfelder auflösen. Damit eröffnet er den Gedankenflügen die Möglichkeit, das Bildhaft-Dekorative gänzlich hinter sich zu lassen und in spirituelle Gefilde zu gleiten.